slow down

Wir alle schreiben auf unseren blogs über slow fashion. Also über Mode, bei der die Geschwindigkeit reduziert ist. Mode, die langlebiger ist, uns länger begleitet. Aber was ist mit uns, unserem Leben, unserem Alltag? Sollten wir hier nicht auch ein bisschen Geschwindigkeit herausnehmen? Ein bisschen mehr ’slow‘ zulassen?

Ich denke an früher zurück. Bevor man in den Urlaub startete, übergab man für die Dauer der Abwesenheit wichtige Arbeiten an eine Kollegin oder organisierte sich so, daß alles Wichtige im Wesentlichen vorbereitet oder erledigt war. Und dann erstellte man die „out-of-office-reply“ im mailprogramm. „I am out of office until …“. Die Eingabetaste gedrückt, mailprogramm beendet, Computer heruntergefahren, und der Urlaub hatte begonnen. Ein klarer break.

Und heute? Auch wenn die Eine oder der Andere noch eine solche „out-of-office“-reply einrichten, sind wir doch alle irgendwie ein bisschen erreichbar. Die Unterkunft hat WLAN, wir tummeln uns weiter in den sozialen Medien, der Laptop fährt mit die Ferien, emails werden dann doch beantwortet.

Nicht falsch verstehen. Ich möchte niemanden das Vergnügen nehmen, im Urlaub via social media private Kontakte zu pflegen. Es geht mir hier mehr ums „Geschäftliche“. Auch wenn wir „nur kurz“, „nur 10 min“, nur eine halbe Stunde unser Business pflegen, bekommen wir den Kopf doch nicht so frei und schalten mal richtig ab.

Slow down bedeutet die Geschwindigkeit zu reduzieren. Minimalist werden. Nicht nur in den Dingen, die wir besitzen, sondern auch in den Dingen die wir tun. Die kleinen stillen Momente geniessen. Mal den Vögeln zuhören, sich an der Blume am Wegesrand freuen. Und wenn wir es dann noch schaffen, diese Momenten in unserem Alltag einzubauen, sind wir auf einem guten Weg. Slow down our lifes!

Unser diesjähriges Familienferiendomizil liegt in den Bergen einer Mittelmeerinsel. Ohne WLAN. Der Koffer ist gepackt. Im Gepäck eine Menge Bücher.

In diesem Sinne werde ich jetzt meinen Computer herunterfahren. „I am out of office!“

 

 

 

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