Berlin Fashion Week Juli 2018

Für den Juli steht nicht nur der Beginn der Sommerferien, sondern auch die Sommerausgabe der Berlin Fashion Week. Ein Besuch der Ethical Fashion Show und des Greenshowroom ist Pflicht – ein Überblick über die spannendsten Fair Fashion Labels und Trends.

Ein Wort vorweg: in diesem Post berichte ich von meinen Entdeckungen auf der Berliner Fashion Week – und die hier vorgestellten Labels haben mir persönlich sehr gut gefallen. Vielleicht geht es Euch ja genauso? Aus diesem Grund nenne ich die Namen der Marken und verlinke diese größtenteils. Da ich die Namen nenne, handelt es sich um Werbung, auch wenn es rein meine persönliche Meinung ist. Dieser post enthält keine affiliate links und keine bezahlten Kooperationen. 

Entdeckungen:

Es tut sich was – der doch immer etwas sperrige Name „Ethical Fashion Show“ und „Greenshowroom“ wird zu Neonyt. Die Messe Frankfurt verschmilzt die beiden nachhaltigen Modemessen, in Zusammenspiel mit der Konferenz FashionSustain, der von der Premium Group organisierten #Fashiontech sowie weiteren Events und Showcases entsteht ein globaler Hub für zukunftsorientierte Mode und nachhaltige Innovationen. Das Kunstwort „Neonyt“ leitet sich ab von dem altgriechischen Wort „neo“ (dt. neu, revolutionär) und dem schwedischen Wort „nytt“ (dt. neu) und nimmt so Bezug auf den derzeitigen fundamentalen Transformationsprozess der Mode- und Textilbranche.

 

Erste Anlaufstation – wie immer – Fashionchangers PrePeek. Eine herrliche Oase, man trifft viele Gleichgesinnte und darf ganz viel der neuen fair produzierten Mode anprobieren. Zudem wartet ein spannendes Rahmenprogramm mit tollen Podiumsdiskussionen.

Liebe auf den ersten Blick: ein schwarzer Sommermantel von Jan’n June. Angenehm, leicht, super chic, auch als Kleid tragbar und absolut Office- und abendtauglich. Ein Klassisker – Kategorie „will haben“. Auch wenn es auf den Bildern anders aussieht, der Mantel ist definitiv schwarz.

Mantel: Jan ’n June / Taschen Marita Moreno und nuuwai / Rock Lanius / Bluse milavert (Rock, Bluse und Schuhe privat) / photocredit: betoruizalonso

Streifzug durch das Kraftwerk Berlin. Eindruck: der nächste Sommer wird frühlingsfrisch und pastellig.

Das allerschönste Beispiel dafür: die erneute Kooperation von Lanius und Weleda. Daraus entstanden ist ein wunderschön leichtes Sommerhalstuch in frühlingsfrischen Farben, inspiriert von der Weleda Feelgood Shower mit würzigem Ingwer. Das Foulard-Tuch aus Biocotton und Seide hat dabei die perfekte Größe für vielfältige Styles – in der City, auf Reisen und am Strand. (Pressesamples, das Duschgel gibt es aktuell im Handel)

 

Klassisch geht immer:

meine fair fashion Lieblingslabels Lanius und MilaVert zeigen wieder einmal warum es ganz einfach ist, sich für faire Mode zu entscheiden.

 

Für eine Überraschung sorgt dieses Mal SomySo: Ihre neue Kollektion ist ausgehend von einem einzigen Motiv gestaltet: einem Baum. Die Farben der restlichen Kollketion leiten sich alle daraus ab.

 

Tolle Neuentdeckung:

Zeitlos – klassisch – unkompliziert – mit diesen drei Adjektiven ist die Kollketion des finnischen Labels Tauko am besten beschrieben. Fashion für jeden Anlaß – es muss gar nicht immer kompliziert sein.

 

Warum hatte nicht längst schon jemand diese Idee?

Diese Frage stellte ich mir, als ich den Stand von thebluesuit entdeckte: lässige Jobooutfits aus Denim. Verschiedene Styles, verschiedene Schnitte, Sommerblazer, Winterblazer, die Hose dazu eng oder weit, lang oder kurz, und noch ein Rock, und alles passt zu allem. Das ist der Traum für jede Familienmanagerin der Sabberfleck auf dem Officeoutfit wird einfach weggewischt und weggelächelt ..

 

 

Wiedersehen mit Cocccon:

das indische Label, daß ich aufgrund seiner super schönen Seidentücher aus fairer Seide, bei welcher die Seidenraupe vorher schlüpfen und somit am Leben bleiben darf, so schätze, überrascht mich gleich zweimal: Erstens können sie jetzt auch Wolltücher (will haben) und zweitens haben sie ein Abendkleid aus Seidenresteabfall (!) kreiiert, das einfach nur zum Staunen schön ist.

 

Und hej, mein Lieblings-Bademoden-Label MyMarini war in diesem Jahr auch dabei. Im Gepäck: schicke neue Designs und ein Strandkleid, einfach überziehen und Restaurant-fertig sein. Perfekt.

Seit der Kindergartenzeit sind Handtaschen meine grosse Leidenschaft. Daher habe ich mich auch sofort in diese hier verliebt: eine klassische Tasche, fast schon Abendhandtasche, aus Holz! Von Marita Moreno, Schuhe ebenso.

 

Handtaschen aus Apfelleder? Gibt es ganz neu von nuuwai. Eine super Alternative für alle Veganer und alle, die die Taschen genauso schön finden wie ich. „Apple leather“ besteht zur Hälfte aus organischen Komponenten, die bei der Herstellung von Apfelsaft und ähnlichem anfallen. Das Innenfutter wird aus recyceltem Plastik hergestellt. Kompliment.

Accessoires gehen immer, und hier lasse ich mich viel zu oft verführen. Auch dieses Mal habe ich wieder so viele tolle Sachen entdeckt. Besonders schön: Accessoires aus Recyleather. Bei diesem Material handelt es sich um Verschnitt-Lederreste, welche bei der industriellen Produktion von Arbeitshandschuhen anfallen und welche ansonsten direkt im Müll landen würden. Die Reste werden mit natürlichem Latex, Wasser und Pigmenten aufbereitet und es entstehen diese schönen Lederaccessoires. Mehr Infos und Produkte hier (leider noch keine e-shop).

 

 

Leder einer ganz anderen Art ist Zebu-Leder. Ein Zebu ist ein Buckelrind und sie leben unter anderem als Nutztiere in Äthiopien. Und wenn die äthiopische Handwerkskunst dann auf italienisches Knowhow in der Textilherstellung trifft, entstehen so diese schönen Taschen und Rucksäcke. Leider aktuell in Deutschland nicht erhältlich. Mehr Infos: Afar

 

Natürlich gab es auch in diesem Jahr eine Salonshow. Mit ein paar Änderungen: die Styles waren kuratiert und die verschiedenen Labels wurden zusammen kombiniert. Das ergab sehr schöne und spannende Outfits, aber es war fast unmöglich, die einzelnen Teile den jeweiligen Labels zuzuordnen. Schade.

Eindrücke von der Greenshowroom Selected:

 

 

 

 

 

 

Begeistert haben mich dabei vor allen die puscheligen Schuhe. Die sind von Baboosha aus Frankreich und werden einzeln von Hand aus Alpakawolle in Peru hergestellt. Die Handwerker arbeiten zu fairen Bedingungen und die Tiere werden artgerecht in den Höhen der Anden gehalten.

 

Noch ein paar Fotos zum Schluss:

 

Fairness in Fashion nimmt Fahrt auf: FairFashionMove durch Berlin – initiiert von hessnatur und Messe Frankfurt. #fairfashionmove

 

 

 

 

 

 








 

 

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Hallo ich bin Bettina. Ich habe dieses blog-magazine "styleandrespect" ins Leben gerufen, da für mich Stil und Respekt zusammengehören. Stilvoller Umgang miteinander beruht auf Respekt. Zu Respekt gehört auch, daß die Menschen, die meine Mode herstellen, eine existenzsichernde Bezahlung und einen sicheren und würdevollen Arbeitsplatz haben, Themen, vor denen die Fashion Industrie oft genug die Augen verschließt. Aber nicht alle, und um genau darum geht es in diesem blog. Ich lasse Euch teilhaben an meinen Entdeckungen aus den Bereichen Fashion, Beauty und Lifestyle, die für einen nachhaltigeren Weg stehen. Read More

Fachbegriffe, Materialien, Zeritifizierungen – erklärt im Sustainable Glossar
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